Samstag, 22. Dezember 2012

ROMEO FÜR IMMER von Stacey Jay


Originaltitel: Romeo Redeemed
Verlag: Egmont INK
Erschienen: Oktober 2012
Genre: Young Adult
Seitenanzahl: 393





Inhalt:
Seit Romeo seine einstige Geliebte Julia getötet hat, wandert er als Söldner der Apokalypse durch die Jahrhunderte – mit nur einem Ziel: die Liebe zwischen zwei Menschen zu zerstören. Aber die Mächte des Bösen haben ihn verstoßen. Wenn Romeo nicht auf ewig verdammt sein will, bleibt ihm nur eine einzige Chance: Er muss auf die Seite der Botschafter des Lichts wechseln und das Herz eines Mädchens erobern. Doch Romeo weiß nicht, dass die Auserwählte das Schicksal der ganzen Welt in den Händen hält, denn in ihr tragen die Mächte des Bösen und des Guten einen erbitterten Kampf aus …
(Quelle: Egmont INK)


Rezension:
Romeo Montague, einstiger Söldner für die Macht des Bösen, ist hinüber zur Seite des Lichts gewechselt, um nicht in dem verrotteten Körper seines Seelengeistes weiter zu leben. Die Amme von Julia, die eine Botschafterin des Lichts ist, gibt ihm noch einmal eine Chance. Er soll ein Mädchen dazu bringen, dass sie sich in ihn verliebt und wieder an die wahre Liebe glaubt. Zuerst erscheint ihm diese Aufgabe als leicht, dann erfährt er jedoch, dass dieses Mädchen mehr ist, in ihr tragen die Mächte des Guten und des Bösen einen erbitterten Kampf aus und außerdem ist sie Ariel, das Mädchen dessen Körper Julia einst bewohnte und den Romeo als Söldner tötete.
Jetzt ist sie wieder am Leben. Romeo befindet sich im Körper von Dylan, der Ariel auf tiefste verletzt hat, und in einer anderen Realität. In der neuen Realität sind einige Dinge anders als er sie kennt. Es gibt kein „Romeo und Julia“ von Shakespeare und in der Vergangenheit dieser Realität soll er in einer Kirche verbrannt sein, zusammen mit dem Priester, der ihn einst zum Söldner machte.
Romeo ist mehr als verwirrt, nur eins ist für ihn klar. Er muss Ariel dazu bringen, dass sie ihn liebt. Nur hat er nicht damit gerechnet, dass auch er bald tiefere Gefühle für sie entwickelt und nicht alles so scheint, wie es wirklich ist. Sind die Mächte, die ihren Kampf in Ariel bestreiten, wirklich die, die sie einen weißmachen wollen? Und wird es Romeo gelingen, Vergebung für seine jahrhundertelangen Sünden zu bekommen? Oder wird sich sein Schicksal noch einmal wiederholen, diesmal schlimmer als er es sich vorstellen kann?

In Teil zwei dieser Dilogie spielt Romeo die Hauptrolle. Er steht diesmal auf der Seite der Botschafter bzw. nicht mehr auf der der Söldner. Er will sein Leben ändern, Gutes tun und bereut seine vergangenen Taten. Wo der erste Teil endet, beginnt der zweite Teil und das nehme ich wörtlich. Nach dem Rückblick in die Vergangenheit, wenn Romeo zum Söldner wird, bekommt man das wortwörtliche letzte Kapitel von Teil eins (mit einigen wenigen(!) Änderungen). Das hat mich sehr überrascht, hätte man es doch anders noch einmal schreiben können, ohne es zu kopieren.
Doch wenn man darüber hinwegsieht, geht es interessant weiter. Diesmal bekommt man nicht nur alles von Romeo bzw. Julia mit, die sich in dieser Realität in Verona des 14. Jahrhunderts befindet an dem Tag, an dem Romeo sie betrogen hat, sondern auch aus Ariels Sicht, was einen beide Seiten, also die von Romeo und Ariel gut nachverfolgen lässt. Man versteht, welcher Kampf in Ariel bestritten wird und wie Romeo sich zu jemandem wandelt, der zwar Fehler hat, aber eindeutig seine böswilligen Taten der Vergangenheit zutiefst bereut. Er ist nun jemand, der wieder fühlen kann und gerade durch seine Vergangenheit passen er und Ariel so gut zusammen. Ariel ist nicht nur das leise, unschuldige Mädchen, auch sie hat durchaus böse Seiten, die jedoch durch die Liebe zu Romeo in den Hintergrund gerückt wird.
Während dies alles geschieht, ist man jedoch etwas verwirrt, wenn man die kleinen Zwischensequenzen von Julia liest, da sie im ersten Band doch ihr Happy End bekommen hat. Es ist verwirrend, wie diese Realitäten nebeneinander existieren können und auch am Schluss etwas, aber darüber kann man hinwegsehen, finde ich. Die Liebe zwischen Romeo und Ariel ist toll beschrieben und auch wie am Ende die ganzen Vermutungen ineinanderlaufen, dass doch nicht alles so ist, wie man denkt.
Ein tolles Buch, das aber nicht ganz an den Vorgänger heranreicht. Mit einem super Schluss, das durchaus den Leser zufrieden zurücklässt, wenn man auch an manchen Stellen verwirrt wird.

Herzen: 4,5 von 5

Band 1

Infos zur Reihe:
1. Julia für immer
2. Romeo für immer

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