Samstag, 9. Juni 2012

DIE BRAUT DES RITTERS von Lynsay Sands

Originaltitel: The Perfekt Wife
Verlag: Cora-Verlag
Erschienen: April 2012
Genre: Romantic History
Seitenanzahl: 318



Buchrücken:
Üppige sinnliche Reize erhofft sich der kühne Ritter Paen de Gerville von seiner Braut. Deshalb ist er schockiert, als er Lady Avelyn zum ersten Mal in der Kirche sieht. Was soll er denn mit diesem dünnen Weib anfangen, das ständig ohnmächtig zu werden droht? Aber schon beim Hochzeitsschmaus kann Paen erleichtert aufatmen: Avelyns Korsett platzt – und heraus quellen die allerverführerischsten Rundungen … Doch wieso versucht Avelyn, ihren Leib vor Paen zu verbergen? Und weshalb geschieht jedes Mal, wenn er ihr näherkommen will, ein rätselhafter Unfall? Hat sich das Glück etwa gegen Paen verschworen?
(Quelle: Cora-Verlag)


Rezension:
Lady Avelyn of Straughton soll ihren Verlobten Paen Gerville heiraten. Nach Jahren im Krieg kehrt der Ritter zurück und will seine vertragliche Braut holen. Doch Avelyn fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut. Sie lässt ihre Kammerdienerin das Hochzeitskleid enger schneiden, als Ansporn vor der Trauung abzunehmen. Doch am Tag der Hochzeit ist dies nicht geschehen und Avelyn passt nicht in das Kleid. Während ihr Bräutigam und die Gäste warten, wird sie von ihrer Mutter geschnürt, sodass sie kaum Luft bekommt.
Als Paen seine Braut in der Kirche zum ersten Mal sieht, ist er entsetzt, so einen Hungerhacken zu heiraten. Die Trauung wird jedoch vollzogen und kurz darauf fällt Avelyn in Ohnmacht. Zum Hochzeitsmahl geht es ihr jedoch wieder besser, bis sie bemerkt, dass der Leinen, der sie schnürt, reißt und Avelyn droht das Kleid zu bersten. Bevor sie jedoch fliehen kann, platzt die Naht ihres Hochzeitskleides und entblößt sie.
Paen ist überrascht, als das Kleid seiner Gemahlin reißt und er ihren verführerischen Körper zum ersten Mal sieht. Die Schmach ihrer Cousins und Cousine unbeachtet, macht er sich auf den Weg, um seine Frau zu trösten, die doch kein Hungerhaken zu sein schien, wie er anfangs befürchtet hat.
In der Nacht ihrer Vermählung passiert dann das nächste Missgeschick. Avelyn schämt sich für ihren Körper und will trotz Paens sinnlichen Berührungen nicht, dass er sie sieht. Als sie versucht, die Kerze zu löschen, fällt sie auf den Boden und setzt dabei die Vorhänge in Brand. Entsetzt flüchten sie aus dem Zimmer und Paen versucht das Feuer zu löschen. Doch seine Bemühungen helfen nur spärlich und er versengt sich die Hände.
Als sie sich am nächsten Tag auf den Weg in die Burg seiner Familie machen, ist Paen frustriert, seiner Frau nicht beigewohnt zu haben. Ihre Reize machen ihm das Denken unmöglich und so geschieht ein ums andere Mal ein weiteres Unglück, wenn sie sich näher kommen. Kann das Zufall sein oder steckt jemand dahinter?

Wer Lynsay Sands‘ Argeneau-Reihe kennt, sollte wissen, dass ihre Bücher einen immer zum Lachen bringen. So ist es auch in ihrem älteren Werk (von 2005) DIE BRAUT DES RITTERS. Die Situation, dass Avelyn sich vor Paen schämt und immer wieder diese „Unfälle“ passieren, die manchmal unglücklich, manchmal mysteriös sind, bringt einen oft zum Lachen und zum Kopf schütteln. So viel Pech kann man gar nicht haben, denkt man sich und dennoch scheint es den Beiden magisch anzuhaften.
Doch auch wenn ihnen immer wieder ein Unglück geschieht, so sind ihre Charaktere doch liebenswürdig und der Zeit angemessen. Heiraten sie doch schon, bevor sie sich wirklich kennen gelernt haben.
Lynsay Sands zaubert eine mittelalterliche Szenerie, die mit ihren Personen glaubwürdig erscheint und einen in die frühe Zeit schickt, die von Rittern und Burgen beherrscht wurde. Trotz der dunklen Zeit schafft sie dennoch ein witziges Thema und bringt den Leser oft zum Lachen und Schmunzeln. Ebenfalls verarbeitet sie hier ein Thema, dass uns immer noch plagt – nämlich die Unzufriedenheit der Frauen mit ihren Körpern. Sie schafft es, dass man darüber lachen kann und zeigt, dass Männer nicht immer schlanke Frauen haben wollen, sondern auch Frauen mit reizvollen Rundungen lieben können.

Herzen: 4,5 von 5

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die gelungene Rezension! "Die Braut des Ritters" wandert direkt auf meinen Wunschzettel. :)

    LG, Sylvia

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