Samstag, 23. März 2013

EINE RISKANTE AFFÄRE von Joanna Bourne


Originaltitel: My Lord and Spymaster
Verlag: Egmont LYX
Erschienen: November 2012
Genre: Romantic History
Seitenanzahl: 436





Inhalt:
IST ER WIRKLICH IHR FEIND?
Als Jess Whitbys Vater in den Verdacht gerät, ein Verräter zu sein, versucht sie verzweifelt, ihn vor dem Strick zu bewahren. Sie ist überzeugt davon, dass Captain Sebastian Kennett der berüchtigte Spion ist, für den ihr Vater gehalten wird, und setzt alles daran, Beweise gegen Kennett zu finden. Doch als der attraktive Captain sie bei einem Überfall rettet, weiß Jess nicht mehr, was sie glauben soll. Kann der Mann, der so tiefe Gefühle in ihr weckt, wirklich ein Verräter sein?
(Quelle: Egmont LYX)


Rezension:
Um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen, macht sich Jess Whitby auf die Suche nach dem wahren Spion, der England an Frankreich verriet. Ihr Hauptverdächtiger ist der Kapitän Sebastian Kennett, der ihren Vater hinter Gittern brachte. Als sie ihm eine Falle stellen will, gerät dies außer Kontrolle und sie befindet sich auf einmal selbst in Gefahr. Eine Gruppe von angeheuerten Iren will sie entführen, dabei rettet Sebastian ihr Leben und nimmt sie verletzt mit in sein Haus.
Zuerst kann sich Jess an die Ereignisse erinnern, doch schnell kehren die vergessenen Stunden zurück und sie muss sich mit dem Mann rumärgern, den sie für einen Verräter hält. Nur ist das gar nicht so leicht, wenn dieser Mann ihr gehörig den Kopf verdreht und sie immer wieder rettet. Kann er wirklich der berüchtigte Spion sein?
Sebastian Kennett sinnt auf Rache gegen den Spion, der dafür verantwortlich ist, dass seine Männer auf einem seiner Schiffe ums Leben kamen. Er ist sich sicher, dass Jess‘ Vater dieser Verräter ist und hat ihn vom britischen Geheimdienst verhaften lassen. Als er dann Jess trifft, weiß er anfangs noch nicht, wer sie ist und was sie vorhat, doch ihm ist sofort klar, dass sie die Eine für ihn ist.
Er setzt alles daran, dass sie sich nicht unnötig in Gefahr bringt, was nicht so einfach ist, da Jess früher eine geschickte Diebin war und sich nichts befehlen lässt. Während sie versucht, die Unschuld ihres Vaters zu beweisen, ist ihr nicht klar, dass der wahre Verräter dicht hinter ihr ist und nur darauf wartet, dass er sie sich holen kann.

Obwohl im zweiten Buch von Joanna Bournes Reihe um die Meisterspione die Hauptcharaktere keine Spione – weder französische noch britische – sind, trägt der britische Geheimdienst hier wieder eine wesentliche Rolle.
Zuerst sind sie anscheinend die Bösen, denn sie brachten Jess‘ Vater – unschuldig (?) – hinter Gittern, was sich Jess nicht gefallen lässt und auf eigene Faust Nachforschungen zu dem berüchtigten und gesuchten Spion Cinq anstellt. Ihr Hauptverdächtiger ist der Kapitän Sebastian Kennett, der jedoch, sobald sie ihn trifft, so starke Gefühle in ihr wachruft, dass sie sich schnell fragen muss, ob er wirklich der ist, für den sie ihn anfangs hält. Dabei ist schön zu verfolgen, wie sich die beiden gegenüber dem anderen verhalten. Sebastian scheint in Jess‘ Augen der Kapitän zu sein, der stur, streng und mächtig ist, aber sie lernt ihn besser kennen und bemerkt, dass er zwar stur und streng und auch mächtig ist, aber nur, um die Leute zu beschützen, die er liebt und für die er sich verantwortlich fühlt. Dass Jess bald zu denjenigen gehört, hat sie anfangs nicht geahnt.
Sebastian ist, meiner Meinung nach, derjenige vom Hauptpaar, der mich am meisten überzeugt hat. Er steht auf beiden Beinen und meint das, was er tut und sagt. Bei Jess war es so, dass sie anfangs die taffe und geniale ehemalige Diebin ist und dann immer weicher und verletzlicher wird. Sie überzeugt, aber nicht so stark wie Sebastian.
Die Gefahr in diesem Buch, die von dem Spion und Verräter Cinq ausgeht, ist leider nicht so stark ausgeprägt und eher eine lausche Hintergrundmusik, die nicht gegen das Näherkommen von Jess und Sebastian ankommt.
Als Leckerbissen – zumindest war es für mich so – haben Adrian Hawkhurst (bekannt auch als Adrian Hawker) und Doyle wieder einen großen und wichtigen Platz in diesem Buch. Adrian ist einer meiner Lieblinge, schon seit er im ersten Band auftauchte. Nun ist er neben Sebastian mit eine treibende Kraft und ihn verbindet eine Vergangenheit mit Jess und mit Sebastian.
Es ist also wieder amüsant, wie sich der gute Adrian einmischt und es macht sehr neugierig darauf, wie es mit ihm weitergehen wird.
Zuerst jedoch bekommt Doyle sein Buch, das im Mai erscheinen wird. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Geschichte, die sich schon vor dem ersten Buch abgespielt hat, aber dennoch sicherlich überzeugt und spannend sein wird.

Eine riskante Affäre“ ist ein gefühlvolles Buch, das wunderbar die Verhältnisse in London zu Zeiten Napoleons zeigt, dennoch nicht so spannend ist, wie der Vorgänger. Ein tolle Fortsetzung, der jedoch nicht ganz den ersten Band erreicht, aber trotzdem Lust auf mehr macht.

Herzen: 4,5 von 5

erscheint Mai 2013

Infos zur Reihe:
1. Die Geliebte des Meisterspions
2. Eine riskante Affäre
3. Die Dornen der Rose (Mai 2013)

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