Samstag, 24. März 2012

ICE - HÜTER DES NORDENS von Sarah Beth Durst

Originaltitel: Ice
Verlag: Egmont LYX
Erschienen: Februar 2012
Genre: Romantic Fantasy, Young Adult
Seitenanzahl: 291





Buchrücken:
Die junge Cassie ist in den endlosen Weiten der Arktis aufgewachsen. Ihre Großmutter erzählte ihr immer, dass Cassies Mutter vom Nordwind entführt wurde. Cassie hat nie daran geglaubt – bis sie einem Eisbären begegnet, der plötzlich zu ihr spricht. So erfährt sie, dass die Geschichte aus ihrer Kindheit wahr ist. Um ihre Mutter zu befreien, muss sie ein altes Versprechen einlösen und die Frau des Eisbären werden. Cassie willigt ein, und schon bald entwickelt sich eine zarte Bindung zwischen ihr und den magischen Wesen. Doch über dem Bären liegt ein Fluch, der ihre Liebe in größte Gefahr bringt …
(Quelle: egmont-lyx.de)


Rezension:
Cassies Leben ist von einer Sache bestimmt und zwar dem Eis. Sie lebt in der Arktis und sie liebt es dort zu leben. Immerhin kennt sie nichts anderes.
Eines Tages – ein Tag vor ihrem 18. Geburtstag – ist sie auf dem Eis unterwegs und verfolgt einen Riesenbären, so groß wie kein anderer Eisbär, den sie bisher gesehen hat. Doch dann verschwindet der Eisbär plötzlich. Mitten im Eis. Cassie ist erstaunt und überrascht, versucht jedoch weiterhin ihn zu suchen. Ihre Suche scheitert und sie begibt sich geknickt zurück zur Forschungsstation, wo ihr Vater schon wütend auf sie wartet.
Cassie ist sich sicher, dass er ihr niemals glauben würde, wenn sie ihm von diesem riesigen Eisbären erzählt, doch bevor sie sich halten kann, sprudelt alles aus ihr heraus. Die anfängliche Wut ihres Vaters wird auf einmal zu großer Besorgnis und er zwingt sie dazu, nach Fairbanks zu ihrer Großmutter zu gehen, obwohl Cassie auf der Station bleiben will. Ihr Vater lässt das jedoch nicht zu und am nächsten Tag soll sie auch schon abreisen.
Das junge Mädchen will sich dem Willen ihres Vaters nicht beugen, erst recht nicht als auch noch ihre Großmutter auftaucht und ihr offenbart, dass das Märchen, das sie ihr früher immer erzählt hat, die Wahrheit ist und dass ihre Mutter die Tochter des Nordwindes ist und bei den Trollen festgehalten wird. Als kleines Kind hat Cassie das Märchen geliebt, doch mit der Zeit hat sie begriffen, dass das alles nur eine nette Art war, damit sie mit dem Tod ihrer Mutter klar kommt. Also warum kommt sie jetzt mit so etwas an?
Cassie ist verwirrt und flüchtet aufs Eis. Aus einem Impuls heraus ruft sie den König der Eisbären und plötzlich steht der riesige Eisbär vom Vortag vor ihr. Cassie ist verblüfft, erst recht als er auch noch anfängt mit ihr zu sprechen. Sprechende Eisbären, das konnte nicht wahr sein, sagt sie sich, doch der Eisbär kann sprechen und Cassie muss einsehen, dass ihre Großmutter Recht hatte.
Um ihre Mutter zu befreien, gibt sie dem König der Eisbären das Versprechen, ihn zu heiraten und er nimmt sie mit in sein Schloss aus Eis, in das sich Cassie sofort verliebt. Ihre anfängliche Angst dem Eisbären gegenüber legt sie schnell ab und langsam keimt eine zarte Liebe zwischen ihnen auf. Jedoch liegt ein Schatten darüber, denn Cassie darf nicht seine menschliche Gestalt sehen, ansonsten würde etwas Schreckliches passieren.
Kann Cassie ihre Neugier wirklich zurückhalten und ihre Familie hinter sich lassen, um beim König der Eisbären zu bleiben?

Der Debütroman von Sarah Beth Durst ist eine wunderschöne Geschichte um ein junges Mädchen, das sich auf eine spannende und gefährliche Reise begibt, um ihr Leben zu verstehen. Obwohl Cassie die Wahrheit ihr ganzes Leben lang kennt, ist es für sie trotz allem schockierend, zu erfahren, dass ihre Mutter wirklich noch am Leben ist und ihr Vater nichts dagegen unternommen hat, sie zu befreien. Die Zeit mit Bär – dem König der Eisbären – wird zur schönsten und gleichzeitig schwersten Zeit ihres Lebens, doch genau diese Zeit ist es, die Cassie zu einer jungen Frau heranwachsen lässt.
Die Autorin verbindet ein altes Märchen mit dem Erwachsenwerden und schafft es in einer wunderschönen Atmosphäre den Leser in eine magische Welt zu ziehen. Ich persönlich kenne das Märchen vom König der Eisbären nicht, obwohl gerade das mich an diesem Buch so fasziniert hat. Ein sprechender Bär, der in der Nacht zum Menschen wird, dessen Antlitz seine Auserwählte jedoch nicht sehen darf. Das ist einmal etwas ganz anderes als Vampire, Werwölfe oder Gestaltwandler.
Es hat etwas Magisches und genau damit kann dieses Buch punkten. Die Magie steht hier im Vordergrund zusammen mit Cassies Weg, die Welt und ihr Leben besser zu verstehen.
Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war die lange Reise bis zu den Trollen. An einer Stelle hat es sich ewig hingezogen, ich möchte nicht zu viel verraten, doch wer das Buch schon kennt, wird hoffentlich wissen, was ich meine. Doch sobald sie wieder auf dem Weg dorthin ist, wird es wieder spannender und magischer.
Der Schluss hätte vielleicht noch etwas ausgebaut werden können, doch rundherum habe ich das Buch sehr gerne gelesen und es ist wirklich zu empfehlen für alle, die das Magische an Büchern lieben.

Herzen: 4,5 von 5 

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