Freitag, 28. Oktober 2011

RUF DER VERGANGENHEIT von Nalini Singh


Originaltitel: Blaze of Memory
Verlag: Egmont LYX
Erschienen: März 2011
Genre: Romantic Fantasy
Seitenanzahl: 406


Buchrücken:
Als Dev Santos eine bewusstlose Frau vor seiner Tür findet, ist er überzeugt, eine Spionin der Medialen vor sich zu haben. Katya hat ihr Gedächtnis verloren. Sie weiß nur noch, dass sie den Auftrag hat, Dev zu ermorden. Doch je näher sie dem verschlossenen Mann kommt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Können Dev und Katya gemeinsam der tödlichen Falle entfliehen und den Drahtzieher des Komplotts ausfindig machen?
(Quelle: egmont-lyx.de)

Rezension:
Devrai Santos ist der Direktor von Shine, einer Organisation für die Vergessenen – Kinder von Rebellen, die sich vor der Einführung von Silentium aus dem Medialnet entfernt haben – und trägt eine große Last auf seinen Schultern, als er eine bewusstlose Frau vor seiner Haustür findet. Sie ist eine Mediale, doch sie kann sich an nichts erinnern. In Dev weckt sie das unbegreifliche Gefühl des Beschützers, obwohl er doch weiß, dass sie eine Spionin des Rats ist. Er wendet sich an die Gestaltwandler, um ihre Identität herauszufinden. Ashaya Aleine, die Gefährtin des Gestaltwandlers Dorian und selbst Mediale, erkennt sie als ihre totgeglaubte Freundin Ekaterina. Doch die Mediale sieht sich nicht mehr als die ehemalige Wissenschaftlerin und nennt sich von nun an Katya. Während Katya versucht ihre Erinnerungen wieder zu erlangen, wird der Beschützerinstinkt in Dev immer größer und er kann sich der Anziehungskraft der Medialen nicht entziehen, die die größte Bedrohung für seine Organisation ist. Er bringt sie in sein Heim, um sie rund um die Uhr zu bewachen und dabei entwickeln die beiden tiefe Gefühle füreinander, denn auch Katya ist von Anfang an dem sonst so kühlen und starren Mann verfallen. Doch noch immer kennt sie nicht ihre ganzen Erinnerungen. Bruchstückhaft kommen diese wieder und sie muss schockiert feststellen, dass sie den Auftrag hat, Dev zu töten. Sie wehrt sich gegen diesen Befehl, der in ihrem Gehirn verankert worden ist und setzt sich dabei selbst das Messer an die Brust. Dev gibt sich den Gefühlen für Katya endlich hin, doch es scheint so, als ob der Vergessene wieder eine Frau verlieren wird, die er über alles liebt.

Mit Dev und Katya hat Nalini Singh wieder ein Paar zusammengebracht, was völlig neu in der Serie ist. Ein Mensch und eine Mediale. Nun gut, Dev gehört zu den Vergessenen und besitzt selbst mediale Fähigkeiten, aber er stand nie unter Silentium. Beide kennt man aus den Vorgängerbänden und nie hätte man gedacht, dass sie zueinander gehören. Auch weil Katya durch die Explosion des Labors, in dem sie mit Ashaya gearbeitet hat, als tot erklärt wurde. Die Geschichte der beiden ist gespickt mit vielen Hindernissen. Dev kann Katya nicht vollständig vertrauen, weil sie immer noch im Medialnet ist und von jemandem beobachtet werden könnte, der sie gefoltert hatte. Katya selbst muss erst einmal ihre Persönlichkeit wiederfinden, was nicht gerade einfach ist, da sie nie wirklich weiß, ob es wirklich ihre alleinigen Entscheidungen sind, die sie tätigt. Doch nach und nach können sie sich nicht mehr zurückhalten und geben ihren Begierden nach. Es ist ein traumhaft gut geschriebenes Buch, mit Emotionen, die jemandem geradezu zum Weinen zwingen, denn vor allem die Aussichtslosigkeit, die einem im Verlaufe des Buches offenbart wird, ist für den Leser etwas völlig neues von Nalini Singh. Man fiebert bis zum Schluss mit, denn man kann sich nicht sicher sein, ob es wirklich ein gutes Ende nimmt.

Für alle, die von der Serie begeistert sind, ihr werdet von diesem Buch keinesfalls enttäuscht, nur weil es hier keinen Gestaltwandler gibt, der seine Gefährtin findet. Mit Dev begegnet Katya einem genauso reizvollen und mysteriösen Mann, der einem zum Träumen und Schwärmen einlädt. 

Herzen: 5 von 5


Info zur Serie:
1. Leopardenblut
2. Jäger der Nacht
3. Eisige Umarmung
4. Im Feuer der Nacht
5. Gefangener der Sinne
9. Wilde Glut (erscheint März 2012)
10. Lockruf des Verlangens (September 2012)

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